Auf dem Russell Forest Walkway – was für ein schöner Name für den Trampelpfad, auf dem wir uns gestern durchgekämpft haben – hatten wir den Abzweig nach Waikare kurz vor dem Te Ranga Gipfel nicht gefunden und sind daher geradeaus weiter auf die Whakapapa Road gegangen. In der Kurve, die die Anhöhe 314 einschließt, hatten wir uns auf dem Rechtskurven-Campingplatz zur Ruhe gebettet.

Am nächsten Morgen, bei schönstem Wetter, sieht das Plätzchen richtig idyllisch aus.

Über uns ein wolkenloser Himmel mit Mond

Und vor uns eine neue Streckenplanung

Der Te Araroa sieht eigentlich vor, dass man sich in Waikare per Watertaxi für teuer Geld abholen lässt. Diesen Part hatten wir nun elegant ausgespart und mussten auf der Landstraße nach Russell laufen, um von dort die Fähre nach Pahia zu nehmen.

Die gesplittete Whakapapa Road lag am Morgen noch im Schatten und hielt auch einen netten Twinbowl-Kauri bereit.

Dann kam die sonnige Hauptstraße und es wurde heiß

und heißer

Nach langen Landstraßenkilometern kam etwa acht K vor Russell die rettende Tankstelle.
Wir nahmen two large cappuccinos aus dem Automaten.
Danach noch jeder ein großes Eis.
Nach dieser Stärkung sollten die letzten sieben K eigentlich kein Problem sein.

Kurz vor Russell kamen wir auf den Holzweg – on the boardwalk down by the sea. Hier wurde erklärt, dass die kleinen Bäumchen, die hier im Schlamm stehen, Mangroven seien. Ich habe mir Mangroven größer vorgestellt. Auf jeden Fall wussten wir jetzt, was wir den ganzen Tag über gesehen hatten.

Und dann kam Russell – sehr idyllisch an der Bay of Islands gelegen und liebevoll für die Besucher aufbereitet.

Russell ist sozusagen die Keimzelle der europäischen Besiedlung von Neuseeland und war in früheren Zeiten auch mal Hauptstadt von Neuseeland gewesen. Das klingt spannend. Uns steckten allerdings die Landstraßenkilometer, der fehlende Schlaf und die Wildschweine noch in den Knochen. Außerdem spürte ich durch das viele Schwitzen unter der Landstraßensonne einen bedrohlichen Ionenmangel. Der Zeltaufbau musste dringend durch einen Elektrolytspender vorangetrieben werden.
Das war auf jeden Fall eines der besten Biere auf Neuseeland:

Und das Heimatkundemuseum in Russell schauen wir halt beim nächsten Mal an.

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